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Behandlungsmöglichkeiten

Psychodynamische Psychotherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie + Analytische Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie basiert auf den Grundannahmen der psychoanalytischen Neurosenlehre und den Forschungsergebnissen der Psychoanalyse über intrapsychische und interpersonale Prozesse. Sie wurde verbindlich für die kassenärztliche Abrechnung in den Psychotherapierichtlinien von 1976 formuliert und gilt seit mehr als 30 Jahren neben Verhaltenstherapie und analytischer Psychotherapie als eines der wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Behandlungsverfahren.

Grundlage der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Psychotherapie ist die Annahme, dass in jedem Menschen ein dynamisches Unbewusstes wirkt und interpersonale und intrapsychische Konflikte an der Entstehung und Aufrechterhaltung von individuellen Störungen und Symptomen beteiligt sind. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist, wie die Psychoanalyse, auf die Einleitung eines psychotherapeutischen Prozesses gerichtet. Hierbei wird einerseits eine therapeutische Distanz unter Nutzung von Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen aufrechterhalten, zum anderen gilt die therapeutische Beziehung selbst als eine wichtige Heilungsgröße.

Die tiefenpsychologisch fundierte und analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie befasst sich speziell mit den seelischen Krankheiten im Kindes- und Jugendlichenalter. Dies sind krankhafte Störungen der Wahrnehmung, der Entwicklung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen und der Körperfunktionen, sowie von psychischen und psychosomatischen Störungen.
Ausgangspunkte für Diagnose und Therapie sind ein um systemtheoretische Grundannahmen erweitertes Verständnis von der multifaktoriellen Entstehung psychischer Störungen. Insofern muss gerade bei Kindern und Jugendlichen die Vernetzung in sozialen und institutionellen Systemen, insbesondere die Familie und die Bezugspersonen mit in das psychotherapeutische Geschehen und die Behandlung einbezogen werden. Der Therapiefokus richtet sich sowohl auf intrapsychische und interpersonale, sowie soziale Veränderungsmöglichkeiten von Lebensumständen, die die gesunde Entwicklung des Patienten hemmen oder einschränken.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie unterscheidet sich von der Psychoanalyse durch eine vornehmlich konfliktzentrierte und zeitlich begrenzte Vorgehensweise, indem aufdeckende und verändernde Arbeit an den zentralen unbewussten und vorbewussten Konflikten und Beziehungsmustern ihr Kernstück bildet.

Die Arbeit an der Wahrnehmung individueller und psychosozialer Abwehrstrukturen und -mechanismen geschieht unter Würdigung ihrer lebenswichtigen Funktion.
Mit tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie soll  Patienten eine vertiefte Einsicht in konflikthaftes Erleben und dadurch eine Symptomminderung, sowie weitgehende Verarbeitung aktueller  Leidenszustände ermöglicht werden. Erkenntnisse der aktuellen Säuglings-,  Bindungs- sowie der lifeevent- Forschung und der Neurophysiologie weisen  ebenfalls paradigmenerweiternde Perspektiven auf. Eine zeitgemäße  Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie steht diesen innovativen Impulsen offen gegenüber.
Ebenso sind aktuelle Ergebnisse auch aus traumazentrierter Sicht unter tiefenpsychologischer / analytischer Perspektive einzubeziehen.

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapeutische Psychotherapie ist ein modernes, handlungsorientiertes Psychotherapieverfahren, entwickelt nach den Konzepten der Lerntheorie und der wissenschaftlichen Psychologie - hier insbesondere in neuerer Zeit durch die Kognitionspsychologie, Wahrnehmungspsychologie und Neurobiologie. Diese Entwicklung findet in ständiger Rückkopplung mit klinischer Forschung und Praxis statt. In ihren Anfängen oft als Ansammlung von Techniken kritisiert oder verstanden, hat sich die moderne Verhaltenstherapie zu einem komplexen, ganzheitlichen  Psychotherapieverfahren geformt. Eine verhaltenstherapeutische Psychotherapie entwickelt sich entlang einer therapeutischen Strategie, die gekennzeichnet ist von:

  • einer genauen Problemerfassung und Problemanalyse;
  • der ersten Fassung eines funktionalen Störungsverständnisses,welches im weiteren Verlauf ständig moderiert werden kann;
  • der Durchführung und Evaluation spezifischer Interventionsverfahren. In dem durch uns vertretenen Ansatz einer spezifischen, interaktionsorientierten, verhaltenstherapeutischen Psychotherapie steht darüber hinaus besonders die therapeutische Beziehung im Zentrum der Aufmerksamkeit. Erlernte, zum Teil dysfunktionale Verhaltens- und Erlebensmuster zeigen sich auch in der Beziehung Patient - Therapeut. Die therapeutische Beziehung stellt nach unserer Ansicht in der verhaltenstherapeutischen Psychotherapie den Bezugsrahmen dar, in dem sich die komplexe Behandlungsstrategie entfaltet. Unsere integrative Methodenvielfalt gewährleistet dabei störungsangemessene Interventionsmöglichkeiten.

Kurz- und Langzeitpsychotherapie

Eine Kurzzeittherapie dient dazu in einer Krise ein eingegrenztes Problem gezielt zu behandeln. Auch kann eine Kurzzeittherapie zur Überprüfung verhelfen, ob doch eine Langzeittherapie angebracht ist. Eine  Kurzzeittherapie dauert ca. 25 Behandlungsstunden (im Kinder- und  Jugendlichenbereich können noch begleitende Elterngespräche beantragt  werden.) Eine Langzeittherapie geht meist über 50 Stunden, im   Ausnahmefall mehrere Jahre (Höchststundenzahl 160 Stunden (plus im  Kinder- und Jugendlichenbereich begleitende Elterngespräche).

Einzel- und Gruppenpsychotherapie

Die am weitesten verbreitete Konstellation des psychotherapeutischen Behandlungssettings ist das 2-Personensetting, in der sich Therapeut und Patient / Klient gegenübersitzen, dennoch ist diese Konstellation nicht  immer die richtige Konstellation. Des öfteren gibt es Fragestellungen die weitaus besser in einer „Mehr-Personen-Konstellation“ bearbeitet werden können.

Oft zeigen sich Konflikte, die sich wahrscheinlich das erste Mal in der Ursprungsfamilie, später im Kontext von Schule, Vereinen, im weiteren Entwicklungsverlauf in Betrieben und schließlich wieder in der eigenen  Familie wiederholen, erst im Gruppensetting.

Durch Selbsterfahrungen in einer Gruppe durchlaufen die Patienten erneut ähnliche Prozesse, in denen die eigenen Bedürfnisse in Konflikte zu anderen Gruppenmitgliedern geraten. Dieses Mal haben die Patienten die Chance, einen konstruktiveren Umgang mit widerstreitenden Interessen im Sinne einer optimalen Kompromisslösung anzupeilen.

Körperpsychotherapie / Tanztherapie

Körperpsychotherapie als ergänzende einzeltherapeutische Maßnahme

Die körpertherapeutische Einzeltherapie findet Anwendung bei KlientInnen mit z.B.:

  • psychosomatischen Beschwerden wie Schwindel, Migräne, chronischen Rückenschmerzen, Magenbeschwerden, Essstörungen;
  • psychischen Erkrankungen wie z.B. Angstzuständen, Depressionen;
  • Selbstwertproblemen;
  • Beziehungsschwierigkeiten;
  • bei Lebensveränderungen;
  • bei beruflicher und privater Unzufriedenheit.

Körperpsychotherapie ist eine integrative Therapieform, die den Körper mit in den therapeutischen Prozess einbezieht.

Der Körper ist der lebendige Ausdruck dessen, was wir fühlen und was wir sind.

Indem ich meinen Körper bewusst wahrnehme, bekomme ich einen Zugang zu meinen Gefühlen und meinem Sein. Eine achtsame und liebevolle Beziehung zum Körper ermöglicht einen tiefen und lebendigen Kontakt zu uns selbst und zu anderen. Die Einbeziehung des Körpers in die Therapie fördert eine ganzheitliche Sicht des Menschen, in der es eine Balance zwischen Körper, Geist und Seele gibt.

Traumatherapie

Ob in New York, Südostasien oder Ramstein, bei einem Autounfall oder Bahnunglück - bei den Betroffenen leidet die Seele. Sie spüren Kummer, Tränen und Verzweiflung. Etwa zwei Drittel der Menschen schaffen es mit der Zeit, ein bedrohliches Ereignis zu verarbeiten - die restlichen Opfer bleiben traumatisiert. Die Betroffenen speichern das Erlebnis so, dass sie es immer wieder erleben. Menschen, die durch traumatische Erfahrungen belastet sind, brauchen besondere Behandlungsangebote, um die Folgen des psychischen Schocks zu überwinden. Das Vertrauen in die eigenen Bewältigungsfähigkeiten muss wiedererlangt werden. Die speziellen Symptome wie Alpträume, Depression und innere Dauerspannung können durch besondere Verfahren wie EMDR® und die "Integrative Traumatherapie" behandelt werden.

Psychiatrische Behandlung

Die Psychiatrische Behandlung definiert sich grundsätzlich nicht über ihre Methoden, sondern über die zur Behandlung anstehenden Erkrankungen und Probleme.
Die wichtigsten Leitsätze moderner psychiatrischer Behandlung lassen sich in folgenden Grundsätzen zusammenfassen:

  • Die Grundlage einer psychiatrischen Untersuchung ist das Gespräch mit dem Patienten, ggf. wird das soziale Netzwerk mit einbezogen.
  • Zur Diagnosestellung sind meistens auch weitere diagnostische Schritte erforderlich: Testpsychologische Untersuchungen sind bei uns daher standardisiert.
  • Häufig wird die psychiatrische Behandlung noch mit einer Pharmakotherapie und / oder einer Kurz- oder Langzeittherapie kombiniert.

Dabei kann es sich um eine vorübergehende psychopharmakologische Unterstützung handeln oder um eine längere Dauerbehandlung zur Verhinderung weiterer Erkrankungsepisoden.


Zusammengefasst: Was bedeutet psychiatrische Behandlung?

  • Diagnostik
  • Aufklärung
  • Beratung
  • medikamentöse Behandlung
  • ggf. unterstützende Gespräche in Form einer Psychotherapie

Eltern-Säuglings-Kleinkindpsychotherapie

Säuglings- und Kleinkindpsychotherapie ist gezielte frühe Unterstützung von Eltern-Kind-Interaktionen und Förderung der gesunden psychischen  Entwicklung des Säuglings oder Kleinkindes. Sie stellt ein professionelles  Angebot der Früherkennung und Prävention psychischer Beeinträchtigungen  dar. Dispositionen für spätere psychische Auffälligkeiten können durch  therapeutische Regulationshilfen frühzeitig und gezielt beeinflusst, bzw. verhindert werden.

Psychosomatische Grundversorgung

Psychosomatik: Der Körper gilt als Sprachrohr der Seele. Was Worte oft nicht ausdrücken können - der Körper kann es. Experten schätzen, dass etwa 78 Prozent aller körperlichen Beschwerden nicht organischen Ursprungs sind. Auslöser oder zumindest mitbeteiligt ist ein seelisches Problem. Die Psyche nutzt an körperlichen Erkrankungen Körperorgane als Sprachrohr für ungeklärte Probleme.

Krisenintervention

Krisenintervention ist allgemein eine kurzfristige Einflussnahme von außen,  wenn sich eine Situation für ein Individuum oder ein soziales System akut  bedrohlich zuspitzt. Das Ziel der Intervention ist, eine kritische Entwicklung zur möglichen Katastrophe aufzuhalten und zu bewältigen.

Paartherapie

In der Paartherapie geht das Paar zusammen zu zwei Therapeuten. Eine Partnerschaft sollte mit oder ohne therapeutische Hilfe dann überdacht werden, wenn

  • wichtige Wünsche eines Partners nicht mehr angesprochen und / oder erfüllt werden;
  • wenn einer oder beide Partner häufig kritisiert / kritisieren;
  • wenn Ziele oder Pläne für die Zukunft weit auseinander gehen;
  • wenn es kaum noch gemeinsame Interessen gibt;
  • wenn die Partnerschaft einseitig ist, d.h. einer der beiden trifft immer nur Entscheidungen, bestimmt über Geld, Urlaub, Freundeskreis, Kindererziehung, sexuelle Aktivitäten und der andere leidet darunter;
  • wenn einer der beiden oder beide sexuell selten oder nie befriedigt wird / werden;
  • wenn kein Vertrauen mehr da ist;
  • wenn einer oder beide Partner sich nicht mehr unterstützt fühlen;
  • wenn einer oder beide sich vom anderen oft unverstanden fühlen;
  • wenn Enttäuschungen und Kritik nicht mehr ausgesprochen werden;
  • wenn der Partner eine Außenbeziehung eingeht;
  • wenn ein Partner aufgrund der bestehenden Beziehung;
    psychosomatische Beschwerden entwickelt.

Fast immer treffen mehrere dieser Punkte zusammen. Zunächst steht meist  der Versuch, aufgrund der Initiative eines Partners (fast immer der Frau)  miteinander zu reden.

Häufig kommt es dann zum Abblocken des anderen Partners oder zu aggressiven Schuldzuweisungen, das Paar dreht sich im Kreis. Die Unfähigkeit, dem anderen zuzuhören, Unverständnis für die Bedürfnisse des anderen, das Auflisten eigener Enttäuschungen und Rechthaberei sind an der Tagesordnung. In der Paartherapie wird als Paar mit zwei Therapeuten an der o.g. Problematik gearbeitet.

Familientherapie

Die Familie ist ein sehr komplexes System, in dem Menschen verschiedenen Geschlechts und verschiedener Generationen eng zusammenleben. Alle Familienmitglieder befinden sich in einem ständigen Veränderungsprozeß, beeinflussen sich gegenseitig, jeder ist durch die Schwierigkeiten eines Einzelnen betroffen, kann also auch zur Lösung eines Problems beitragen. Da setzt die Familientherapie an, es geht weniger um den Einzelnen, sondern um den Kontakt, die Kommunikation aller Familienmitglieder untereinander.

Entspannungsverfahren

Die Gruppen Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR) sowie Autogenes Training (AT) dienen der Stressbewältigung, bzw. der Prävention. Es werden die Übungseinheiten zu PMR oder AT erlernt und durch Achtsamkeits-, Körperwahrnehmungs- und Atemübungen ergänzt.

Pharmakotherapie

Als Pharmakotherapie oder Arzneimitteltherapie bezeichnet man eine medikamentöse Behandlung des Patienten.

Supervision

Supervision fördert die Bereitschaft zur Reflexion und bietet Unterstützung und Hilfestellung bei einem Supervisor in problematischen Patienten- und / oder Arbeitsbeziehungen an. Es können Probleme, die bei der Behandlung von Einzelfällen auftreten, in der Supervision besprochen oder Gruppendynamiken analysiert werden, wenn es um gruppentherapeutische Tätigkeiten geht. Ziel einer Supervision ist es, allgemeine und spezielle Konstellationen von Beziehungsproblemen zu erfassen und therapeutische Situationen professioneller handhaben zu lernen./

Im Rahmen von Psychotherapie steht allerdings die gezielte Patienten-zentrierte Supervision im psychotherapeutischen Setting im Vordergrund.